Eucharistie

Die Eucharistie gehört wie die Taufe und die Firmung zu den Initiationssakramenten. Das heißt durch diese 3 Sakramente wird der Mensch zum Christen. Können die Taufe und die Firmung nur einmal empfangen werden, so hat die Eucharistie die Bedeutung eines „täglichen Brotes“. Das Wort Eucharistie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Danksagung“. Es wird auch von Kommunion gesprochen, das bedeutet „Gemeinschaft“ oder vom letzten Abendmahl, das erinnert woher dieses Sakrament kommt.

Jesus hat am Abend bevor er gefangen genommen wurde mit seinen Aposteln gegessen. Es war ein Essen anlässlich des Paschafestes, also ein feierlich religiöses Essen, so ähnlich wie wir es in unseren Familien zu Weihnachten erleben. Die Bibel berichtet an 5 Stellen, dass Jesus am Ende dieses Mahles das Brot genommen hat, es gebrochen hat und den Jüngern mit den Worten gegeben hat „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ danach hat er den Wein genommen und den Jüngern mit den Worten gegeben „Nehmt und trinkt alle daraus, das ist mein Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ und „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ und Paulus schreibt im 1. Korintherbrief „Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt verkündet ihr den Tod des Herrn bis er kommt.“

Über diese Texte ist in den fast 2000 Jahren der Kirche sehr viel nachgedacht worden. Vor allem ist das was hier steht immer getan worden. An jedem Sonntag haben sich seither die Christen überall auf der Welt getroffen um die Eucharistie zu feiern. Solange dieses Sakrament gefeiert wird, ist die Kirche lebendig und Jesus Christus bei uns. Deshalb ist am Sonntag bei der Eucharistiefeier da zu sein auch so wichtig.

Um dieses Sakrament feiern zu können, bedarf es der Weihevollmacht. Dafür legt der Bischof einem Mann, den er und das Volk ausgewählt haben, die Hände auf. Wenn auf der Amazonassynode über Zulassungsbedingungen zur Priesterweihe diskutiert wurde, steckt die Sorge dahinter: Zu oft und zu lange können getaufte Christen die Eucharistie nicht empfangen, zu oft kann eine Gemeinde dieses Sakrament nicht feiern.

Die Erstkommunion: Wenn jemand als Säugling getauft wird, darf er in der katholischen Kirche solange nicht die Eucharistie empfangen, bis er erahnen kann, dass er hier den Leib Christi empfängt. Hier mehr ist als nur ein Stück Brot. Das erste Mal den Leib Christi zu empfangen, nennen wir Erstkommunion. Seit gut hundert Jahren ist es bei uns üblich einen ganzen Jahrgang gemeinsam auf den Empfang des Leibes Christi vorzubereiten und dann ein großes Fest zu feiern.

Pfarrer Christoph Eder